Was genau ist das Ultraschallschweißen von Kunststoffen?
Es handelt sich um ein innovatives Schweißverfahren, bei dem hochfrequente Schwingungen (Ultraschall) genutzt werden. Diese Wellen erzeugen Reibung und dadurch Wärme an den Kontaktflächen der Werkstücke, wodurch die Kunststoffe lokal aufschmelzen und sich im Bruchteil einer Sekunde dauerhaft verbinden.
Welche Materialien lassen sich beim Ultraschallschweißen am besten fügen?
Das Verfahren eignet sich ideal für thermoplastische Kunststoffe. Besonders gut lassen sich technische Kunststoffe und Standardmaterialien wie ABS, PE, PP, PET und PVC verbinden. Die höchste Qualität und Festigkeit erzielt man, wenn die Fügepartner aus einem identischen oder chemisch sehr ähnlichen Material bestehen.
Warum ist ein Energierichtungsgeber (ERG) wichtig?
Der Energierichtungsgeber (ERG) ist entscheidend für die exakte Prozesskontrolle. Er bündelt die Energie des Ultraschalls gezielt in der Fügezone und sorgt dafür, dass die Schmelze schnell an der richtigen Stelle entsteht. Der ERG optimiert somit die Reproduzierbarkeit und Stabilität der Verbindungen.
Sind für das Verfahren zusätzliche Klebstoffe nötig?
Nein, das ist einer der größten wirtschaftlichen Vorteile dieser Technik. Der Prozess kommt komplett ohne Kleber, Lösungsmittel oder andere chemische Zusatzstoffe aus. Das macht diese Lösung nicht nur extrem kosteneffizient in der Serienfertigung, sondern auch äußerst umweltfreundlich.
Welche Funktion hat die Sonotrode beim Kunststoffschweißen?
Die Sonotrode ist das Werkzeug, das die mechanischen Schwingungen und die Amplitude direkt auf die Bauteile überträgt. Um optimale Schweißergebnisse und eine hohe Dichtigkeit zu garantieren, müssen die Sonotroden im Vorfeld individuell an die Geometrie der jeweiligen Formteile angepasst und gefräst werden.

Marco Costantino
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